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FFV Berichte – Allgemein

JUGENDGUPPE – Absenden JG – 12. Dezember 2015                        NEU!

Samstag, 12. Dezember 2015, 1600 Uhr, da war es endlich soweit, nein eigentlich schon früher. Doch erst mal der Reihe nach. Mit dem Vorstandsbeschluss, dass 2015 für Mitglieder unter 14 Jahren ein separates Absenden durchgeführt wird, musste natürlich auch ein kindergerechtes Konzept daher.

Oli: Catering und Lokalität, Karin und Renate: Catering und alles Andere, Beni: Konzept, Ablauf.

Schnell wurde ein Termin gefunden und die Waldhütte Hard in Nänikon gebucht. Für diejenigen die nicht wissen wo die Waldhütte Hard liegt: Einfach dort oben irgendwo im Wald…

Beim Besichtigen war schnell klar, dass die Waldhütte eher dem Naturell unserer Jungfischer entsprechen würde, als das gute alte Landenberghaus. Weiter war es mir auch ein Anliegen, dass unsere Jungfischer ein wenig gegruselt werden mussten, die Fischerei durfte natürlich nicht zu kurz kommen und es sollte für alle ein unvergesslicher Abend werden.

Um 16:00 Uhr war der Treffpunkt im Fischerstübli. Velo mit Licht und witterungsangepasste Kleidung waren vorgeschrieben. Nach einer kurzen Orientierung über den Ablauf des Abends wurden Zweierteams gebildet. Es stand ein Postenlauf bevor, bei dem Punkte für einen kleinen Wettkampf verdient werden konnten. Ziel des Postenlaufs war dann die Waldhütte wo Verpflegung und das eigentliche Absenden, im Beisein der Eltern, im Vordergrund stand.

Immer ein älterer und ein kleinerer Jungfischer bildeten ein Team. Kurz nachdem die Teams im Fischerstübli in Warteposition gingen, musste das erste Team bereits beim Posten eins antraben. Der Posten eins war beim Fischerstübli. Selbst die Begrüssung brachte schon Punkte ein. Ein kräftiges Petri Heil wurde verlangt. Danach musste auf Zeit eine Grundmontage erstellt werden. Je schneller diese korrekt angebracht wurde, desto mehr Punkte gab es zu verdienen. Bei diesem, von mir betreutem Posten, liefen die mittleren und kleineren Jungfischer den grösseren den Rang problemlos ab. Danach ging es mit dem Fahrrad zum Posten zwei. Der wurde von den Junioren Ronja und Alessio betreut und war auf der anderen Strassenseite der Hauptstrasse, in Nänikon, angelegt. Aus Gründen der Verkehrssicherheit wurden die velofahrenden Jungfischer auf der einen Strassenseite von Alessio empfangen und zu Ronja auf der anderen Strassenseite geleitet. Dort musste ein kleiner Wissenstest, die Fischerei und den Greifensee betreffend, gelöst werden. Während die Jungfischer den Test lösten, verkleidete sich Alessio mit einem langen schwarzen Mantel seiner Mutter, einer rüebliroten Perücke und einer weissen Gruselclownmaske und dann, beim Losfahren der Jungfischer sprang Alessio aus einem dunklen Gebüsch heraus. Die Jungfischer wussten natürlich, dass irgendetwas in diese Richtung passieren würde, aber nicht wann und nicht wo. Die Spannung stand ihnen von Anfang an ins Gesicht geschrieben und war knisternd spürbar. Ab dem Posten von Ronja und Alessio ging es weiter, übers dunkle Feld und die landwirtschaftliche Autobahnbrücke. Nach der Brücke, vage von ein paar Fackeln beleuchtet, stand Kevin, in einem dunklen Schmutzliumhang und verlangte mit düsterer Stimme nach 10 Fischsorten, welche im Greifensee leben. Und es kam noch schlimmer, ab dem Posten drei führte der Weg weiter in den dunklen und einsamen Hardwald. Durch ein paar Fackeln angedeutet war der Weg zum Posten vier erkennbar. Aber der Posteninhaber Eki war einfach nicht zu erkennen. Mit einem Kompletttarnanzug war Eki im dunklen Wald nicht von einem Tannenbäumchen zu unterscheiden, einzig die Tatsache, dass er plötzlich zu sprechen begann unterschied ihn von einem richtigen Waldschratt. Wie waren die Jungfischer froh, dass sie wenigstens die wohlvertraute Stimme von Eki erkannten… Nach einem Plättliknoten auf Zeit war der Rest des Parcours einfach zu lösen. Damit sich keiner unserer Jüngsten im Wald verfuhr war ab dem vierten Posten der Weg ins Waldhüüsli mit brennenden Fackeln gut erkennbar ausgeleuchtet.

Im Waldhüüsli hatten Oli und seine Feen wahrhaftig gezaubert! Ein schönes Feuer brannte in der aussen gelegenen Feuerstelle, Oli hatte im Grill ein weiteres Feuer gelegt auf welchem der Topf mit vielen Nussschinkli brodelte, ein feiner Lachs war als Apéro vorbereitet, Fackeln und Kerzen überall, Getränke im Brunnen, das Hüüsli mit Kerzen und Tannenzweigen stimmig geschmückt, die Tische weiss gedeckt!,  das Dessertbuffet von Renate aufgebaut, Karins Brotteig vorbereitet. Kurz gesagt: Eine Wucht!

Nachdem sich Gross (die Eltern waren inzwischen auch im Waldhüüsli eingetroffen) und Klein mit Brotteig und Stecken ans Schlangenbrot backen aufmachte, wurden die ersten Schinkli angeschnitten. Während dann im Häuschen das Holzfeuer prasselte wurde gemeinsam gegessen.

Nach dem Essen kam es zum eigentlichen Absenden: Während Melanie, Maximo, Flurin und Luca offiziell als Jugendgrüppeler pensioniert wurden (jaja, im 14. Altersjahr ist es soweit)  und als Junioren willkommen geheissen wurden, wurde den Mittleren und Kleineren bewusst, dass sie nun eben die Grösseren und Mittleren geworden sind. Nachdem jedes der Jungfischer ein Weihnachtsgeschenk erhalten hatte, ging es an die Rangverteilung des vorher geleisteten Parcours. Pascal auf dem ersten Rang, Robin, knapp dahinter auf Rang zwei und Marco als glorioser Dritter (Marco ist der Jüngste der Jungfischer!). Ein Pokalvogel für den ersten Rang, eine vom Fischertreff in Volketswil spendierte Rolle und ein Rutensack fanden schnell die neuen und stolzen Besitzer.

Nachdem Alex endlich mit dem Jugendgruppenmesser und dem Jugendgruppenshirt ausgerüstet worden war, bekamen die zukünftigen Junioren einen Gutschein vom Fischertreff in Volketswil.

Später, als das feine Dessertbuffet verschlungen war, liessen wir den Abend am grossen Lagerfeuer ausklingen. Während die einen dann am Sonntag ausschlafen konnten, standen Oli, Renate, Eki und ich ab 07:00 Uhr wieder beim Waldhüüsli und räumten die Spuren (war nicht mal so schlimm) des vergangenen Abends wieder weg.

Ein gelungener Abend voller Abenteuer, Kameradschaft und Spass!

Für die Freie Fischer-Vereinigung Greifensee/Schwerzenbach

Beni Stettler

 

JUGENDGUPPE Trüschenfischen – 31. Oktober 2015

Das saisonabschliessende Fischen mit unserer Jugendgruppe fand am Samstag, 31. Oktober 2015 auf dem Urnersee statt. Vom Jugendobmann des FKZ, Marcel Gartmann, und den lokalen Urner Fischern perfekt organisiert! Wir trafen uns bereits um 07:15 Uhr beim Fischerstübli und konnten nach kurzer Begrüssung und Anwesenheitskontrolle zügig durch den langsam beginnenden Wochenendverkehr via Nordring, Westring, Säuliamt, Zugerland, Axenstrasse nach Flüelen verschieben.
Beim Industriehafen in Flüelen war der definierte Treffpunkt. Ganz kurz noch schnell die Verantwortlichkeiten geregelt (fischereiliche Betreuung und Verantwortung für Ausserfischerliches). Da der Aufenthalt auf dem Schwimmbagger der Firma Arnold doch gewisse Gefahren birgt, mussten die Kleineren unserer Jungfischer eine Schwimmweste tragen und immer zwei erwachsene Begleiter mussten auf zwei bis drei Jungfischer ein Auge werfen. Da es eher kühl war an diesem Tag, wurde das Tragen der Schwimmweste jedoch nicht als Qual empfunden.

Nach einer kurzen Fahrt mit einem Nauen wurde die eine Ecke des Schwimmbaggers durch die Greifenseer besetzt.
Mit 10 jugendlichen Teilnehmern und 9 erwachsenen Begleitpersonen hatten wir schon eine gewisse Strecke zur Verfügung. Schnell wurde ein zentrales Biwak mit Wurmausgabestelle und Infrastruktur geschaffen, die letzten Pilker- und Grundmontagen erstellt und schon hörte man es Jubeln: Junior Alessio hatte, wie übrigens auch schon im letzten Jahr, sein Können mit ein wenig Glück gepudert und konnte nach wenigen Minuten fischen bereits seine erste Trüsche landen. Dieser Fang stachelte natürlich alle anderen enorm an. Das hatte zur Folge, dass die Jungfischer Pascal und Marco dank ihrem konzentrierten Fischen bis zur Mittagspause je sechs Trüschen fangen konnten. Auch alle anderen konnten so im Verlaufe des Tages mindestens eine Trüsche ihr Eigen nennen. Luca fing mit 37 cm die längste „Greifenseer Trüsche“, welche ihm ein ordentliches Durchbiegen seiner Rute bescherte. Bei den grösseren Jungfischern zeigte sich, dass sie eigentlich fast keine Betreuung mehr brauchen und somit ihre Reife für den Uebertritt zu den Junioren sehr gut belegen konnten. Die mittleren Jungfischer fischen mittlerweile auch fast alle mit der nötigen Reife. Die jüngsten unserer Jungfischer mussten ein wenig intensiver betreut werden, vor allem wurden sie an das korrekte Durchführen des Betäubungschlages und des Kiemenschnittes herangeführt. Selbstverständlich, dass die gefangenen Fische nachträglich auch selber ausgenommen, gehäutet und geputzt wurden.

Ein besonderer Fang hatte unser Materialchef Kevin: Eine von ihm gefangene Trüsche erbrach sich nach der Landung und spuckte ein ca. 20 cm langes wurmartiges Wesen aus. Beim genauen Hinschauen entpuppte dieses sich als teilweise verdautes Bachneunauge, welche gemäss den Aussagen der anwesenden Urner Kollegen im Bereich des Reussdeltas noch vorkommen. Und jetzt kommen wir zum Fischerlatein: Ein Kollege der ebenfalls anwesenden 1883er konnte an seiner Montage doch zwei Trüschen auf einen Streich rausziehen und ein anderer Kollege landete den Fang des Tages: Eine jener sagenumwobenen Urnerseetrüschen welche die 45er Marke sprengen und mit 47 cm abschliessend gemessen werden konnte.

Gegen Mittag verpflegten wir uns mit Bouillon, Wienerli / Schweinswürstli und frischem Brot. Jungfischervater Hanspeter trumpfte mit selbstgebackenem Schoggikuchen auf. Vielen Dank (nebenbei schoss er den ganzen Tag Fotos)!

Nach dem Mittagessen wurden nur noch vereinzelte Trüschen gefangen. Ob es an der inzwischen intensiv scheinenden Sonne oder an den vielen Brosmen lag, welche in den See gefallen sind, lässt sich nicht abschliessend beurteilen.

Bis wir um ca. 15:45 Uhr mit Fischen, Ausnehmen und Aufräumen fertig waren, fing die stolze Greifenseer Delegation doch 58 Trüschen. Total wurden 178 Trüschen gefangen. Etwas weniger als im letzten Jahr, aber dafür waren die Trüschen durchschnittlich um einiges grösser, was ich von meiner Seite her als angenehmer empfand. Anmerkung: Die Trüschen wurden in ca. 60 Meter Tiefe gefangen und können aufgrund des grossen Druckunterschiedes nicht zurückgesetzt werden.

Dank dem grosszügigen Sponsoring von Schüfis Fischertreff in Volketswil konnten fast alle Jungfischer über eine frischgewickelte Rute mit geflochtener Schnur verfügen.

Nach einem sehr angenehmen und erfüllenden Tag genossen wir pünktlich um 16:00 Uhr die erfrischende Fahrt mit dem Nauen zurück zum Hafen und verschoben bei langsam untergehender Sonne in Richtung Greifensee.

So kam ein grosser Teil unserer Jungfischer noch rechtzeitig nach Hause und konnte direkt dem Halloweenabend frönen. Ich und wohl noch ein paar andere der erwachsenen Begleitpersonen zogen jedoch einen gemütlichen Abend auf der Couch vor.

Am Sonntag veredelten Pascal, Robin und ich die vorgesalzenen Trüschen im Rauch und genossen bei prächtigstem Wetter einen selbstgefangenen Apero.

Für die Jungfischergrupp

Beni Stettler

 

Zwüschedureaalässli– 24. Oktober 2015               

Seit geraumer Zeit besteht zwischen dem Limmatfischerverein 1883 und unserem Verein eine sehr gute Freundschaft und eine sehr angenehme Zusammenarbeit. Besonders im Bereich der Tätigkeit um die beiden Jugendgruppen oder anderen vereinsübergreifenden Anlässen. In diesem Jahr durfte unsere Jugendgruppe bereits zweimal an den Gewässern der 1883er fischen (Limmatrevier 364 und Bachrevier Reppisch). Weiter unterstützte uns eine Delegation der 1883er am Jugendfischen mit einer starken Instruktorentruppe. Gemeinsam besuchten wir unter der organisatorischen Leitung der 1883er anfangs Jahr den Seblisee und umgekehrt, führten wir für die 1883er im Frühling ein Bootsfischen durch.Im Verlaufe dieses Sommers beschlossen dann Jugendobmann Denis und ich nach dem Erfolg des letztjährigen gemeinsamen (Herbst)  Fischens am Greifensee ein Revival. Mein (selbsterteilter) Auftrag lautete wie folgt:

1.     Es sollte schönes Wetter sein, vorzugsweise so „Indiansummer“ mässig.
2.    
Die Fische sollten bissig sein.
3.    
Es sollte eine gute Gelegenheit geben, zwischen Fluss- und Seefischern zu plaudern und Freundschaften zu knüpfen.

4.     Es sollte einen kulinarischen Höhepunkt geben.
5.     Die Gesellschaft sollte ausgewogen sein.

Kurz zusammengefasst haben dann Denis und ich eigentlich nur einen Fehler gemacht: Treffpunkt war der grosse Parkplatz bei der Krone, bereits um 0700 Uhr. Zugegeben, etwas früh um diese Jahreszeit. Aber bis dann alle Teilnehmer, immerhin zwei Jugendgruppen und eine beachtliche Delegation von aktiven Fischern, einen Bootsplatz hatten, vergingen schon noch ein paar Minuten, welche durch einen frischen Kafi von Karin ein wenig versüsst wurden. An dieser Stelle muss aber auch gesagt werden, dass wir diesen Anlass in den Sommermonaten geplant hatten und nicht an das späte Tagen im Herbst gedacht hatten. Bei Tagesanbruch, also kurz vor 8 Uhr, stachen dann unsere 13 Boote in den See. Die Boote wurden, je nach Grösse und Grösse der Teilnehmer mit zwischen zwei bis vier Personen besetzt. Das ging gut, da mit wenigen Ausnahmen alle mit der Hegene gefischt hatten. Der Greifensee und vor allem die Uferbereiche des Greifensees präsentierten sich in allen Farben. Die aufkommende Sonne, die gute Fernsicht, das farbige Laub, (fast) kein Wind, und bissige Fische (vor allem die Rotaugen…) ergänzten das Bild. Punkt 1 und Punkt 2 waren also schon nach wenigen Minuten „erfüllt“. Bei der Besetzung der Boote wurde auf eine ausgewogene Mischung aus Seefischern, Junioren und Flussfischern geachtet und über kurz oder lang waren auf allen Booten eine fröhliche Schar  beieinander. Punkt 3 und Punkt 5 waren also auch erfüllt.

Um den Punkt 4 brauchte ich mir von Anfang an keine Sorgen zu machen: Karin und Jungfischervater Hanspeter zauberten aus dem Garnhänkistrand einen einladenden Treffpunkt: Mit einigen Bänken, einem Arrangement aus Weinflaschen und Gläsern, zwei gefüllten Fonduepfannen auf dem knisternden Feuer und abschliessendem Kafi, Güx und Kuchen, eine perfekte Harmonie! Ab ca. 1200 Uhr trafen die ersten Fischerboote ein, vorgängig noch diverse andere Vereinsmitglieder und Ehefrauen, welche schon mal mit dem Apero angefangen hatten. Während dessen Karin und Hanspeter auf Punkt 12:30 Uhr ab dem schön brennenden Feuer ein wunderbares Fondue hingezaubert hatten. Die Stimmung war von Anfang an genial: die äusseren Umstände, das gute Fondue, die Tatsache, dass jeder den einen oder anderen Fang gemacht hatte und ein paar Gläschen Wein rundeten den Nachmittag ab. Nachdem die kleineren Jungfischer so mal auf die Schnelle den Werrikerbach aufgestaut hatten, die grösseren nochmals auf die Boote gingen und die Zeit wie im Fluge verging, war dann gegen ca. 1800 Uhr nur noch die „Aufräumequipe“ zugegen und beseitigte die Spuren von ca. 45 Personen. Aufgrund des Abfallkonzeptes (diesmal waren sogar Abfallsäcke vorhanden) hielt sich aber auch diese Tätigkeit in Grenzen und der Abend konnte beim letzten Bierchen mit aufgehendem Mond (in welchem Hosensack steckte der Magazinschlüssel schon wieder, gell Pascal ;-) genossen werden.

Mein ganz besonderer Dank geht an alle aktiven Vereinsmitglieder welche mit oder ohne Boot die Durchführung dieses Anlasses überhaupt ermöglicht hatten!

Der Tenor des ganzen Tages: Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!

Für die FFVGS, Beni Stettler

PS. Wisst Ihr eigentlich, dass uns von den 1883er zwei variable Tageskarten für ihre Pacht übergeben wurden? Wenn Ihr also mal an die Limmat wollt, Oli oder mich fragen!

 

Silchsammelaktion – 17. Oktober 2015                      

Samstag, 17. Oktober 2015, ab 12:00 Uhr führte die FFVGS unter dem Patronat der Greifenseestiftung die diesjährige Silchsammelaktion durch. Beteiligt von unserer Seite war ein grosser Teil unserer Jugendgruppe inkl. Junioren, vier Bootsführern und einige Eltern mit kleineren Geschwistern. Die drei anderen Greifenseevereine führten zur gleichen Zeit in ihrem Zuständigkeitsgebiet die gleiche Aktion durch. Unser Gebiet war in etwa vom Glattausfluss bis zur Grenze Uster / Greifensee, welche sich ungefähr beim letzten Steg vor der Kläranlage Uster befindet.

Nachdem die vier Boote mit Bootsführern und Mannschaft besetzt waren ging es auch schon los. Während die Bootsführer Markus und René Richtung Uster davon ruderten, zog es Koni und Pascal in Richtung Glattausfluss. Während unsere Mannschaften fleissig diversen Unrat und Fischerutensilien aus dem Wasser und Schilf zogen, führten Renate, Pascal und ich am Ufer von Greifensee und auf den ersten paar Metern des Werrikerbaches eine Uferreinigung durch. Obwohl das Greifensee-Ufer regelmässig von unseren fleissigen Gemeindearbeitern gereinigt wird und der gesamtschweizerische Clean up Day noch nicht weit zurück liegt, wurde diverser Unrat festgestellt und zusammengelesen.

Gegen 14:00 Uhr trafen wir uns wieder am See. Ich ging davon aus, dass nicht so viel Abfall gefunden wurde, aber oha lätz! Alles zusammen ergab es dann doch ein ganzes Vereinswägeli voll. Für diejenigen die unsere Vereinswägeli nicht kennen: ca. sechs gefüllte 30 Liter Säcke. Und nicht nur Flaschen und Dosen und Silch wurde zusammengelesen, nein, es wurden auch regelrechte Vogel- und sogar Fischfallen gefunden. Obstnetze welche in den See geweht wurden, zwei treibende Petflaschen mit Grundmontage!!! und einige Batterien, sowie zwei verrostete Fässer wurden sichergestellt.

Schnell den ganzen Grümpel beim Fischerstübli zwischengelagert und ab in die Silberweide. Karin, Ronja und Hanspeter hatten zusammen unter der fachfrauischen Leitung von Ursula nämlich einen feinen Safran Risotto gekocht und von Markus spendierte Luganighe grilliert. Dazu ein paar Flaschen Süssgetränke und Wein aus Vereinsbeständen und einem gemütlichen Zusammensein mit den Glatttalern, Maurmer, Ustermer und dem Rangerteam konnte nichts mehr im Wege stehen.

Und am Sonntagmorgen musste dann noch einer den ganzen Grümpel austrennen, damit er dann schlussendlich auch fachgerecht entsorgt werden konnte (Glas, Metall, PET und allgemeiner Abfall). Derjenige der das tat durfte dann auch die aufgefundenen und teilweise neuwertigen Blinker, etc. behalten, Judihui!

Für die FFVGS, Beni Stettler

Beni Stettler

 

3. Vereinfischen – 10. Oktober 2015

Samstag, 10. Oktober 2015 trafen sich fast 50 Personen am See, diesmal aus logistischen Gründen in der Nähe des Silbersteges, um gemeinsam das dritte Vereinsfischen 2015 zu geniessen. Aktive Fischer waren wir 22 Stück, inklusive zwei Mitglieder der Jugendgruppe. Eigentlich eher wenige Teilnehmer, aber nicht wirklich verwunderlich, fand das dritte Vereinsfischen doch inmitten der Herbstferien statt.

 Bruno Grütter, Sieger des letzten Jahres, zog beim Schleicken einen 62er Hecht raus. Hoch, aber gut gepokert. Als einziger, welcher mit der Schleicke unterwegs war, hat Bruno etwas gefangen. Ob massgebend oder nicht, wird dann am Absenden erkannt werden. Fast alle anderen Fischer verliessen sich auf die Hegene. Aber so gute Fänge wie z.B. im letzten Jahr konnten meine Statistik nicht mehr wirklich durcheinanderbringen. Aber wie es so ist an den Vereinsfischen; beim Einfischen wenige Tage vor dem Vereinsfischen „tschädderet‘s allpot“ an der Hegene (mir und anderen so passiert) und dann am Vereinsfischen ist es eher ruhig. Es wimmelte zwar von schwarmweise auftretenden Egli welche gut um die Boote beobachtet werden konnten. Teilweise konnte man meinen, mit dem Feumer wäre mehr zu fangen als mit der Angel. Aber der grosse Teil unserer „Seezebras“ sind halt noch ein wenig zu klein und finden meistens den Weg in den Fischkasten nicht.

Trotzdem gelingt es unseren Fischern doch noch ca. 67 Barsche aus dem See zu ziehen. Nach dem Wägen muss ich dann auf intensiven Wunsch unseres Waagmeisters Erich erklären, was dann auch genau unter einem Kiemenschnitt verstanden wird. Aus dem Publikum werden sofort einige Bemerkungen vernommen: Genickbruch langt, Kiemenschnitt erst ab 22 cm, eine Kieme geschnitten langt, und so weiter und so fort. Macht es der Einfachheit halber so wie ich es den Jungfischern ausbilde: Betäubungsschlag, anschliessend ein Kiemenschnitt, beidseitig durch alle Kiemen. Bei einem so behandelten Fisch werden nie Fragen über das korrekte Töten laut oder gar Diskussionen mit einem Kontrollorgan nötig sein. Und das ob der Fisch nun 18 cm oder 180 cm lang ist.

Die schönste Nebensache der Welt, nämlich dass Essen (ein Schelm ist, wer was anderes denkt!) kommt an diesem Tag auch nicht zu kurz: Markus Britschgi und Kurt Keller offerieren ein selbstgekochtes Gulasch, ungarische Art. Schon auf dem See draussen riecht es so verführerisch, dass die ersten Fischer recht früh wieder an Land kommen. Aber halt, so schnell gibt es dann doch nichts zu essen, erst wird mal ausgiebig mit dem von Erwin Kern spendierten und selbstgekelterten Chardonnay „geaperölet“ und es werden alte und neue Fischergeschichten zum Besten gegeben.

Das Wetter hält sich ein wenig bedeckt, aber trotz fehlender Sonne kommen die herrlich gefärbten Herbstblätter zu bester Geltung. Trotz eher kühler Temperaturen bleiben wir relativ lange und gemütlich höckeln. Notabene an bester Lage!

Nachdem Karin noch ein paar Liter Kaffee gekocht hat, dieser etwas verdünnt wurde und die letzten Nussstengeli geknabbert sind, zieht es noch ein paar Hartgesottene in die Krone. Ich für meinen Teil kontrollierte noch schnell ob auch ja kein Abfall liegengeblieben ist und gehe mit Robin noch bis zum Eindunkeln auf den See. Leider kommt der ganz grosse Rehlig auch an diesem Abend nicht, dafür aber tut die frische Luft nach einem solch anstrengenden Tag auch ganz gut!

Für die Freie Fischer-Vereinigung Greifensee/Schwerzenbach

Beni Stettler

 

Helferausflug 19. September 2015

Endlich war es soweit: Der diesjährige Helferausflug wurde am Samstag, 19. September 2015 durchgeführt. Als diesjähriges Organisationskomitee fungierte Nicole und ich. Nachdem wir unserem Präsidenten Oli ein Konzept vorgeschlagen hatten, wurde zur Tat geschritten und die Eckpunkte festgelegt, resp. die betroffenen Partner gebucht. Der Ausflug für unsere Helfer sollte gemütlich, in der Nähe, für alle machbar (10 bis 84 Jahre), sowie genussvoll und reell sein. Das Kulinarische, die Unterhaltung und ein wenig Verwöhnen mussten natürlich in unserem „Blueschtfährtli“ ebenso vorhanden sein wie ein reibungsloser und vor allem pannenfreier Ablauf unseres Ausflugs. Soviel zu den Absichten und Vorarbeiten aus welchen dann folgendes Programm entstand:

Treffpunkt zwischen 08:00 und 09:00 im Restaurant Krone. Bei Kafi und Gipfeli wurden unsere Helfer vom OK über das Programm und die nächsten Schritte orientiert. Leider mussten fünf Teilnehmer (Oli mit seinen Kindern, Walter und Alice Stettler) wegen akuter Erkrankung kurzfristig absagen. Somit waren wir dann 44 Personen. Die Genesungswünsche der Helfer wurden natürlich sofort per SMS weitergeleitet. Um ca. 09:15 Uhr fuhren wir mit dem Car an unser erstes Ziel, der Tierpark Bruderhaus ob Winterthur. Als wir ankamen sorgten Nicole und ich uns ein wenig, da wir kein grosses Rahmenprogramm vorbereitet hatten und wir doch fast zwei Stunden Aufenthalt hatten. Aber die Sorgen waren umsonst: Die jüngeren Mitglieder tobten sich auf dem Spielplatz und im Tierpark aus, diejenigen mit weniger Sitzleder drehten eine Runde durch den Park und die anderen genossen den sehr reichhaltigen Apero in vollen Zügen! Nebenbei wurde natürlich ein Fischerquiz mit diversen rätselhaften Fragen, teilweise sogar auf lateinisch, gelöst. Ronja, mittlerweile auch als Vereinskorrektorin bekannt, rüffelte mich schon bald, da einige Fragen durchaus mit verschiedenen Antworten richtig gelöst werden konnten und ich ausserdem ein kompliziertes Wertungssystem (ich musste ja nicht selber rechnen…) bestimmt hatte. Aber den Bogen haute dann schon die Elisabeth raus, als sie mich nach der genauen Antwort für die Frage „Welcher Vogel hat keine Federn“ fragte, ob ich nun Spassvogel, Fleischvogel oder sonst was damit meinte. Ich sagte dann nur, denk an mich und die wirst die richtige Antwort finden. Und prompt schrieb sie statt den von mir gemeinten Spassvogel den Galgenvogel hin. Aber auch diese Antwort war natürlich richtig. Und irgendwie hatte sie ja auch Recht ;-) Der wirklich exquisite Apero, umrandet von wunderbar süffigem Wein, liess die Zeit dann sehr schnell vergehen. Kurz nach 11:30 Uhr ging es mit unserem Car weiter.

Unser Chauffeur Jürg Schellenbaum lenkte uns sicher und weise mit seinem Doppelstöcker durch die schmalen Waldsträssli in Richtung Restaurant Guhwilmühle wo uns bereits ein selbstgemachtes Salatbuffet, ein riesiger Spiess aus Rind- und Säulifleisch und selbstgebackenes Brot erwartete. Mit selbstgemacht meine ich natürlich die Kochkünste von Wirt Ruedi und Wirtin Hildegard, welche beinahe 85% der von Ihnen angebotenen Speisen und Getränke unmittelbar aus der Nähe beziehen, selber produzieren und vor allem selber herstellen, veredeln und natürlich auch kochen und braten! Zwischendurch spielte das Oergeliduo Heiri und Marlise immer wieder auf. Es dauerte nicht lange, bis die ersten flott das Tanzbein zu schwingen begannen. In einer Pause konnten wir auch die Preise des Fischerquiz verteilen. Speck und Würste aus der Metzgerei Bleicher, Honig vom Greifensee und Wein und Grappa vom Schloss Uster fanden so schnell ihre neuen Besitzer. Prost und en Guete! Die beiden Musiker heizten uns so ein, dass wir noch fast eine Stunde überzogen und erst gegen 17:00 Uhr zurück in der Krone waren. Aber lieber auf diese Weise verspätet, als aus anderen Gründen. Wie schon angetönt, unser Chauffeur Jürg führte uns mit seiner homöopathischen Fahrweise ruhig und sicher durch die Gegend. Er durchbrach den „Carfluch“ durch sein pannen- und kratzerfreies Fahren auf sehr angenehme und elegante Art und Weise.

Glücklich und zufrieden nahmen wir in der Krone noch Eines auf die Daheimgebliebenen, Kranken, Fischer und alle anderen! So nebenbei verzehrten wir auch noch den ersten Preis, eine Speckseite, welche Salvi gewonnen hatte.

Für uns als OK ein absolut gelungener Tag mit viel Gemütlichkeit und Plausch. Wir hoffen, dass wir Euch einen ebensolchen Tag beschert haben.

Für die FFVGS, Nicole Hafner und Beni Stettler

 

Plauschfischen Wägital 22. August 2015

Bei bestem Wetter zogen 36 aktive Fischerinnen und Fischer am 22. August an den Wägitalersee. Unsere aktiven Fischerinnen und Fischer (davon 9 Junioren/Jungfischer) wollten ihre Karten mit Forellen und Saiblingen füllen. Total waren jedoch fast 50 Personen zugegen, welche den herrlichen Tag voller Sonnenschein in den Voralpen genossen.

Oli, Doris, Markus, Ebru, Eki, Regina, Kevin, Karin, Ronja, Robin und ich zogen bereits am Freitagabend in Richtung Wägitalersee. Der Grund? Es gibt jeweils einiges an Vorarbeit zu leisten, damit unsere Fischerinnen und Fischer am Samstagmorgen ab 06:00 Uhr, Karten, Köder, Tipps und natürlich eine standesgemässe Begrüssung erhalten können. Die ersten 4 Fischer, Franz G., Sami, Flo und Jakob trafen doch bereits um 05:45 Uhr ein! Aber kein Problem, die Infrastruktur war betriebsbereit. Nach und nach kamen bis ca. 07:30 Uhr auch die Langschläfer unter unseren Fischern an. Und ein Vergesslicher bemerkte doch auch schon gegen 10:30 Uhr, dass er einen schönen Tag am Wägitalersee verpasst hatte. Zum guten Glück konnte seine Karte, obwohl schon bezahlt, ohne Umtriebe retourniert werden.

Der bisherige Treffpunkt, Sagibach, hat sich inzwischen bestens bewährt: einfach zu erreichen, genügend Parkplätze und vor allem genügend Raum um unsere Fischerinnen und Fischer anschliessend mit einem feinen Essen zu verwöhnen.

Hans Gehringer und Jungfischer Robin haben vor einiger Zeit über den Wägitalersee gesprochen. Dabei kam das Thema aufs Essen. Da einige bewährte Spanferkelköche auch wieder einmal Fischen wollten, wurde die Idee des Ferkelbratens schon bald wieder verworfen. Robin wünschte sich dann mal schnell einen Bauernschinken (Hamme). Gute Idee. Einfach zu kochen, wenig „Beigemüse“ und praktikabel im Gelände. Beim Metzger Bleicher in Mönchaltorf wurde ein vorgekochter Bauernschinken vorbestellt. Leider bemerkte ich erst oben am Wägitalersee, dass der Schinken nicht vorgekocht, sondern roh war. Zum guten Glück führt die gute Fee vom Wägitalersee das Restaurant/Hotel Staudamm und zeigte sich bereit, unseren Schinken über Nacht zu kochen! Ansonsten wohl jemand die halbe Nacht am Sagibach beim Schinkenkochen verbracht hätte…

Dazu gab es Zopf und Salat und natürlich genügend Getränke. Der Buchberger von unserem Vereinswinzer Erwin passte perfekt zu Schinken und Zopf.

Die fängigsten Fischer der aktiven Vereinsmitglieder und der Jugendgruppe wurden natürlich auch mit einem Preis belohnt: Der erste Rang ging verdient an unseren Präsidenten Oli Beck, der zweite Rang an unser Juniorenmitglied Alessio Ableidinger und Hans Gehringer, als Vertreter der Senioren heimste den dritten Rang ein. Die Durchmischung der Generationen hätte nicht besser geplant werden können! Bei der Jugendgruppe durften Andrew, Luca und Alex eine Trophäe, gesponsert vom Fischertreff in Volketswil entgegennehmen. Vielen herzlichen Dank.

Der Wägitalersee war nicht so fängig an diesem Tag: Das Wasser mit gut 22 Grad Oberflächentemperatur vertrieb die Forellen und Saiblinge in die Tiefe… Um die 12 Meter tief wurden die meisten Bisse festgestellt. Aber 12 Meter tief fischen ist für einen Greifenseeer Fischer vom Ufer her halt doch ein wenig schwierig…

Nach einigen Gesprächen und etwas aufräumen (wo waren die Abfallsäcke schon wieder???) ging es retour in unsere Region wo der Sommer noch einiges spürbarer war: Beim Verlassen des eher kühlen Wägitales stieg das Thermometer schon fast wieder in Richtung 30 Grad!

Herzlichen Dank an alle Helfer und Teilnehmer!

Für die Freie Fischer Vereinigung Greifensee Schwerzenbach: Beni Stettler

 

Aktive Juliwoche

Nun, die erste Ferienwoche der diesjährigen Sommerferien hatte es für einige Vereinsmitglieder in sich!

 Am 11. Juli wurden die ersten drei Siegerplätze aus dem diesjährigen Jugendfischen mit einem Fischerausflug (Boot) auf dem Greifensee belohnt. Die drei Jungs (zwei davon Brüder) kamen um 0700 Uhr im Fischerstübli an und wurden mit ihren Begleitpersonen begrüsst und den Bootsführern vorgestellt. Zu einem kleinen z’Morge wurden die Ruten der Jungs vorbereitet und, wo nötig, angepasst. Danach übernahmen Erich, Sami und ich die Sieger und ihre Begleitpersonen (natürlich durften auch noch kleinere Brüder mitkommen) und wir stachen in See. Obwohl vom Wetter her gut, war es eine eher zähe Fischerei. Ausser ein paar Weissfischen ging nichts Rechtes an den Haken. Da hatte ich wohl den Mund ein wenig zu voll genommen, als ich den Jungs und ihren Eltern versprochen hatte, dass es dann ab ca. 13:00 Uhr frischen Fisch-à-discrétion im Fischerstübli gäbe. Oder doch nicht? Keine Angst, unser „Joker“ Franz kreiste den ganzen Morgen um den See und schleickte was das Zeug hergab! Gegen 10:00 Uhr trafen wir Franz mitten auf dem See und er übergab uns zwei schöne Hechte! Vielen Dank, Franz! Wie versprochen gab es dann doch pünktlich grillierte Hechttranchen, Karins Spezialofenkartoffeln und Salat. Und auch noch das eine oder andere Glas Wein mit den Instruktoren und den Eltern unserer diesjährigen Sieger…

 Am 14. Juli führten wir zum zweiten Mal einen Fischertag im Sinne des Ferienplausches für den Bezirk Uster durch. Als Auflage hatten die 28 Kinder, welche sich um 07:00 Uhr im Fischerstübli trafen, nur weniges: Fischerausrüstung mitbringen (wenn vorhanden), den z’Nüni im Hosensack und natürlich mussten die Kinder mit dem Velo antraben. Die Instruktoren Sepp, Salvi, Roger, Eki, Erich, Markus, René, Sandor, Kevin, Alessio und Robin „mussten“ natürlich auch mit dem Velo andampfen.

Ihr müsst Euch das mal vorstellen, wie es aussieht, wenn 28 Kinder, deren Eltern und 10 Instruktoren mit dem Velo alle miteinander beim Fischerstübli eintreffen. Aber dank dem durch Alessio und Robin vorbildlich organisierten (und durchgesetzten) Park- und Verkehrsregime hielt sich das erwartete Chaos in Grenzen. Karin und Ronja registrierten die teilnehmenden Kinder und versorgten die noch anwesenden Eltern mit den nötigen Informationen. z.B. die Kontaktnummer (da mein Telefon zu diesem Zeitpunkt schon eine halbe Woche im See lag und erst zehn Tage später durch meinen Göttibuben aufgefunden werden sollte, aber das ist eine andere Geschichte....), wo gefischt wird, wo gegessen wird und wann es wieder ans Abtreten geht.

Währen ich einen einführenden Vortrag über die Freiangelfischerei hielt, mussten die Instruktoten zu Kaffee und Gipfeli an die Rutenmontage. Fazit: Nach genau anderthalb Stunden Vortrag hatte jedes der Kinder eine einsatzfähige Rute in der Hand. Alles auf den Gepäckträger geschnallt und gruppenweise ging es los, zum Fischen.

Ich hatte mit meinen Jungs an der Rohrbucht einen schönen, aber nicht so fängigen Morgen. Irgendwie ging es allen gleich: Es war nicht so fängig, aber trotzdem wurde in jeder Gruppe der eine oder der andere Fisch (Alet, Rotaugen, Rotfedern, Sonnenbarsche, Egli) gefangen.

Irgendwann kam dann der Hunger: Karin und Ronja hatten inzwischen an der Garnhänkifeuerstelle eine Geländeküche aufgebaut und neben Brot- und Getränkefassstrasse auch eine Schöpfstelle für ihren wunderbaren Chilli con Carne (kindertauglich, nicht zu scharf) aufgebaut. Noch vor dem Essen mussten die gefangenen Fische aber erst zum Kühlschrank gebracht werden, was unter der Leitung von Robin geschah.

Nach dem Essen sollten die Kinder ihre „Geduldsbatterien“ eigentlich wieder aufladen. Aber statt der vorgesehenen Stunde freien Spiels packte jeder seine Rute und versuchte sein Glück auf dem Garnhänkisteg. Nun, auch das ist eine Lektion fürs Leben: Es hat eindeutig zu wenig Platz für 28 Kinder auf dem Garnhänkisteg, vor allem wenn noch zwei nette Damen unbedingt mit ihren Hunden dazwischen kommen und baden wollen. Bis zu diesem Zeitpunkt versuchte René dem Gewirr Herr zu werden, aber jeder Meister kommt irgendwann mal an seine Grenzen) .Er musste erlöst werden. Schnell eine Zweierkolonne gebildet und ab in Richtung Fischerstübli. Karin und Ronja kontrollierten etwa das zehnte Mal an diesem Tag, ob alle anwesend sind. Die Instruktoren erhielten von Ronja das langersehnte Bier, die Kinder nach erfolgter Rangverteilung und Schlussbesprechung eine Glacé. Ein grosses Kompliment an die Instruktoren, vielen Dank! Es war nicht nur ein ruhiger und angenehmer Tag, es wurde auch viel Wissen und Können vermittelt. Und wieder einmal mehr: Die Eltern der Kinder waren von unserem Anlass mehr als begeistert. Eltern merken dies relativ schnell, wenn sie ihre Kinder nach einem Tag abholen kommen und diese gar nicht mehr heim wollen!

Aber auch den Kids selber ein grosses Kompliment: Eine so liebe, motivierte und anständige Truppe hatte ich noch nie beisammen!

Und was geschah nach dem grossen Entlassen? Das schreiben wir hier lieber nicht, aber die Instruktoren die noch „ein wenig“ höckeln blieben können im Vertrauen angefragt werden).

 Am 15. Juli ging es schon wieder weiter: Sami, Alessio, Karin, Ronja und Robin sind dran:

Unter dem Titel „Fischen für benachteiligte Kinder“ wurden auf Anfrage von Sami, welcher von seiner Kollegin Sara (Pflegebeauftragte Jugendpsychiatrie) betreffend einem Ferienanlass für Kinder, welche sich wiederum stationär in der Jugendpsychiatrie in Pflege befinden, angefragt, ob ein gemütlicher Tag im Freien mit pflegebedürftigen Kindern durchgeführt werden könne.

Spontan sagte ich zu und wir luden Sara zu einem „Kennenlerntreffen“ und einem ersten Koordinationsrapport ins Fischerstübli ein. Sara präsentierte sich als sehr angenehme und motivierte Zeitgenossin und mit ihr konnte blitzartig ein passendes Programm zusammengestellt werden: Kennenlernen / gemeinsames Frühstück, Fischen auf drei verschiedenen Posten, gemeinsames Kochen mit anschliessendem Mittagessen, freie Spielzeit / Debriefing, Verabschiedung.

Kurz zusammengefasst: Die Kids kamen mit ihren Begleitpersonen an. Karin hatte das Frühstück bereits auf dem Tisch. Nach einem gegenseitigen Beschnuppern wurde die Ausrüstung verteilt. Anschliessend die Posten bezogen: Sami führte das Fischen vom Steg in der Garnhänkibucht aus, Alessio und Robin waren beim Silbersteg zugegen und ich pendelte mit dem Boot hin und her, fischte mit den Kids ab dem Boot, so dass alle mindestens eine Dreiviertelstunde auf dem Boot waren.

Für die sechs Kinder hätten eigentlich 3 Betreuungspersonen anwesend sein sollen. Aufgrund von Krankheit fiel aber eine Betreuungsperson kurzfristig aus. Aufgrund der sehr angenehmen Kinder war dies aber nicht nachteilig. Unsere Leute von der FFVGS waren an diesem Anlass nur organisatorisch, infrastrukturell und natürlich fischereilich eingebunden. Die Betreuung der Kinder oblag zu jedem Zeitpunkt den anwesenden Betreuern.

Nachdem die gefangenen Fische gegen 12:00 Uhr geschuppt und ausgenommen im Fischerstübli ankamen, wurden diese gemeinsam verkocht: Zusammen mit den Kids wurden Fischknusperli, Knoblauchdip und Salat hergestellt und dazu noch Chili con Carne vom Tag vorher aufgetischt.

Für alle mithelfenden Personen war dieser Anlass, wenn auch im sehr kleinen Rahmen durchgeführt, eine wertvolle Erfahrung, welche uns berührte und aufzeigte, dass Glück und Pech im Leben manchmal sehr eng beieinanderstehen. Kinder, welche aufgrund unglücklicher Umstände bereits zu Beginn ihres Lebens derartige Probleme mit sich führen, dass sie sich für einen längere Zeitraum in stationäre Therapie begeben müssen, benötigen ab und zu einfach einen vorurteilsfreien und gemütlich/spannenden Tag.

Dieser kann mit geringen Mitteln und wenig Aufwand geboten werden.

Und im Anschluss? Nach dem Verabschieden der Kinder gingen Sami, Alessio, Robin und ich auf unser Boot und lichteten die Eglibestände im Greifensee massiv: Nach kurzer Zeit gemeinsamen Fischens war der z’Nacht beisammen und sogar Alessios Mutter musste aufgeboten werden damit die frisch frittierten Chretzer mit Beilagen im Fischerstübli aufgegessen werden konnten!


Für die FFV – Beni Stettler

 

2. Vereinsfischen – 4. Juli 2015

Für einige verwegene Fischer startete das 2. Vereinsfischen schon am Freitag, 3. Juli 2015, gegen 22:00 Uhr.

An einem lauen Sommerabend trafen sich einige Jungfischer und ihre Väter mit einigen langjährigen Mitgliedern in der Nähe des Garnhänkisteges und begrüssten sich bei gebratener Wurst und einem Bier. Das allgemeine Publikumsaufkommen war an diesem Abend am See sehr gross. Einige mehr oder wenige betrunkene Zeitgenossen feierten den schönen Sommerabend bei ein wenig zu viel Bier. Für mich zeigte das enorm stark vertretene allgemeine Publikum auf, dass eine solches „Hoisägeträffe“ bei einem nächsten Mal sicher an einer anderen Örtlichkeit stattfinden sollte, denn irgendwie passt ein solcher Start nicht zu einem abenteuerlichen Nachtfischen auf dem See. Dennoch fanden wir natürlich Zeit über unsere Strategie zu diskutieren. Auf welches Pferd soll man setzen? Schleien, Karpfen oder gar ein Welse oder Aale?

Bei den Jungs, aber auch bei den älteren Fischern merkte man gleich, dass es sich bei unserem Vorhaben nicht um ein alltägliches Fischen handelte; Sitzleder hatte keiner so richtig und man spürte die Vorfreude.

Punkt 00:01 Uhr, sassen dann alle in den Booten und es konnte losgehen. Ein letztes Gähnen und ab in die Dunkelheit.

Vor allem den eher jüngeren und euphorischen Teilnehmern musste erklärt werden, dass drei Ruten pro Teilnehmer auf einem schwankenden, evtl. gar leicht treibenden Boot bei Dunkelheit schon gewisse Grenzen überschritten.

So ging es dann auch Robin und mir, nach einigen eher dürftigen Schwalen übermannte uns der Schlaf. Während in unserer direkten Nachbarschaft Thin und Alessio wacker die ganze Nacht mit totem Köderfisch ausharrten. René und Maximo kurvten herum und irgendwann kamen auch Franz und Gabi auf eine Runde vorbei.

Mit dem Tagesanbruch weckte mich das Schnarchen von Robin und ich schaute auf die Misere. Oder anders: Ich brauchte nur eine Rolle zu drehen um alle Schnüre einzuziehen! Dafür ein wunderbarer Tagesanbruch, nach und nach wurden auch die „normalen“ Teilnehmer beim Vorbeischleiken erkannt und begrüsst und der inzwischen kalte Kafi getrunken. Die ganze Nacht hatte ich verbale Erfolgsmeldungen von Eki und Kevin vernommen. Eigentlich dürfte es nach diesen jetzt keine grösseren Fische mehr im Greifensee haben, aber wir kennen die beiden ja: Auch in diesem Boot blieb der Fischkasten über Nacht leer…

Fazit: Das Nachtfischen war toll, fangmässig aber brachte es unseren Abenteuern keine nennenswerte Fänge ein. Ich freue mich schon aufs nächste Mal, denn es ist einfach wunderbar, wenn man am Morgen durch die Kälte aufwacht, einen steifen Rücken hat vom verkrümmt im Boot liegen, der Kafi kalt ist, die Blase drückt, alle Schnüre durcheinander sind und der Fischkasten leer ist. Verrückt, verstehen kann es aber nur ein richtiger Fischer!

Alle Teilnehmer zog es dann schon bald zu Weisswurst und Brezel. Franz und Gabi punkteten mit 10310 Gramm Hecht! Herzliche Gratulation. Auch Sandor und René brachten einen Hecht ein, während Vreni und Koni ein paar Egli dabei hatten und obwohl fast alle fängigen Fischer die Nacht durchgemacht hatten, wurden alle Hechte bei Tageslicht gefeumert!

Welch eine Wohltat, endlich ein Weissbier und einen Brezel zu geniessen.

Teilnehmer waren 23 Aktive Fischer, dazu ein Junior und 4 Jugendgrüppler! Gegen Mittag waren wir dann doch gegen 40 FFVGSler, welche sich am See, wie immer, an bester Lage, zum Ausklang des Tages getroffen hatten.

 

Vielen Dank an alle Spender, Teilnehmer und Helfer!

Für die Freie Fischer-Vereinigung Greifensee/Schwerzenbach,

Beni Stettler

 

 

1. Vereinsfischen – 1. Mai 2015

Das erste der drei Vereinsfischen fand im Mai bei strömendem Regen statt. Das war aber kein Grund, kein Spanferkel die halbe Nacht auf der Garnhänkiwiese zu grillieren um anschliessend im Wintergarten des Rest. Krone nach einem nassen Angeltag zu geniessen. Die Beteiligung der Aktiven war trotz Sauwetter beachtlich und die gefangenen Hechte bescherten wenigsten einem Aktiven eine Freude.

Vielen Dank an alle Spender, Teilnehmer und Helfer!

Für die Freie Fischer-Vereinigung Greifensee/Schwerzenbach,

Oli Beck, Präsident FFV

 

 

Eisfischen Seeblisee – 21. Februar 2015

Für die wenigen wirklich kälteresistenten Fischer der FFVGS begann die „Fischerausflüglisaison“ 2015 bereits am 21. Februar 2015. In aller Hergottsfrüh zogen wir an den Seeblisee in der Innerschweiz. Der auf 1466 Meter über Meer  gelegene Kleinsee wird von Ernst Schmucki  und seinem  Team auf eine äusserst angenehme  Art und Weise bewirtschaftet. Der vermutlich einst  als Speichersee künstlich angelegte See (Reservewasser für Schneekanonen) sei angeblich in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer wieder ein wenig gewachsen... Ernst und sein Team betreuen rund um den Seeblisee ein kleines Paradies, welches sich durch Echtheit und Urchigkeit sehr positiv aus dem klassischen Tourismusgebiet Hoch-Ybrig abhebt. Seesaiblinge und Regenbögler tummeln sich in dem romantischen kleinen Bergseelein. Aktuell unter einer ca. 40 cm dicken Eisschicht, aber nach längerem Bohren sind auch diese fangbar. Bienenmaden und Lachseier sind die bissigsten Köder.

Aber wie kam es überhaupt dazu, dass wir Greifenseeer in die Berge zogen? Hans und Denis von den 1883er fragten vor einiger Zeit an, ob wir Greifenseeer mit ihnen einen gemeinsamen Ausflug an den Seeblisee machen wollen. Natürlich haben wir sofort zugesagt. Denn die 1883er sind aufgrund von wechselseitigen Unternehmungen schon längst zu alten Freunden geworden.

Franz und Koni (als Vertreter der Senioren), Keila und Kevin (als Vertreter der Neumitglieder), Hanspeter und Dominic (als Vertreter der Passiven) Alex und Robin (als Vertreter der Jugendgruppe) und Karin und Ronja (als Ersatz für Keila, da sie aktuell eine wüste Grippe plagt) und ich haben uns schnell entschlossen angemeldet.

Der 21. Februar präsentierte sich als wechselhafter Tag: Zwischen Sonnenschein und Schneefall, Föhn und Bise und blauhimmlig bis nebelverhangen war es alles: Wir konnten jede Wetterlage geniessen.

Nach dem kurzen Fussmarsch ab der Mittelstation wurden emsig Löcher gebohrt, die Schlitten platziert und der z‘Nüni, zusammen mit Punsch und Sandwiches, genossen. Da die Fische vermutlich unter der Eisdecke noch nicht merkten, dass es schon getagt hatte, bissen sie anfangs nicht so recht. Das hatte zur Folge, dass überall auf dem See geschwatzt und alte Fischergeschichten zum Besten gegeben wurden. Kurz vor Mittag hatte Dominic einen riesen Fangerfolg! Ein 42er Seesaibling zappelte an seinem Haken und wurde professionell aus dem frostigen Wasser gehievt. Herzliche Gratulation Dominic! Der Saibling brach vermutlich in seiner Jugendzeit das Rückgrat und war aus diesem Grund etwas „verbogen“ aber strahlte in den wunderschönsten Farben.

Es sollte der einzige Fang der Greifenseeer sein, an diesem Tag. Ob es am Punsch, den Gesprächen oder an der Kälte lag, konnte schlussendlich niemand genau sagen…

Die 1883 hatten mehr Glück! Einer ihrer Jungfischer hatte doch am Abend die Vollpackung zusammen und total zappelten 6 schöne Regenbögler am Haken.  Herzliche Gratulation unseren Kameradinnen und Kameraden der fängigen 1883er!

Gegen Mittag assen wir ein exquisites Fondue in der stimmig eingerichteten Alphütte. Um 1700 Uhr befanden wir uns dann müde und zufrieden wieder an der Talstation und traten mit sattem Bauch, etwas wenig Fischen aber glücklich und zufrieden unsere Heimreise an.

Herzlichen Dank an Koni und Hanspeter für ihre Fahrdienste.

Ein besonderes Dankeschön an den Vorstand der 1883er für die Organisation dieses Anlasses und vielen Dank für die offerierte Bergbahnfahrt!

 

Für die Reisegruppe Seeblisee – Beni Stettler